Kindersprechstunde Sehschule Orthoptik

Kinder sind in meiner Praxis herzlich willkommen. Um hier die Praxisabläufe optimal zu gestalten biete ich zu speziellen Sprechzeiten eine Sehschule an. Zu diesen Zeiten unterstützt mich eine staatlich geprüfte Orthoptistin.

Neben der Sehschärfenbestimmung und der objektiven Brillenbestimmung / Refraktion bestimmen wir auch den Schielwinkel. Weiterhin werden der vordere und der hintere Augenabschnitt untersucht.

Alle Untersuchungen führen wir möglichst schonend durch. Wir versuchen die "diplomatischen" Beziehungen zu unseren meist sehr jungen Patienten so gut wie möglich zu gestalten. Bietet sich kein verdächtiger Befund, so versuchen wir nicht um jeden Preis alle objektiven Befunde zu erheben (zum Beispiel durch eine Pupillenerweiterung).

Natürlich geschieht dies immer in Absprache mit den Eltern unter entsprechender Risikoabwägung. Falls erforderlich können wir auch ohne großartige Mitarbeit des kleinen Patienten eine Brillenbestimmung durchführen. In den meisten Fällen geschieht dies jedoch einvernehmlich.

Bitte vereinbaren Sie routinemäßige Kontrolltermine für die Sehschule rechtzeitig!

Zu Quartalsbeginn wird der Kalender für das nächste Quartal eröffnet. Dann haben Sie bei den Terminen noch freie Auswahl.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Merkblatt des Berufsverbandes der Ärzte für Kinderheilkunde und Jugendmedizin Deutschlands e.V. (BVKJD) und des
Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA)

Liebe Eltern,
etwa 80 % all unserer Informationen werden über die Augen aufgenommen. Daran können Sie ermessen, wie wichtig die Sehleistung und die Entwicklung des Sehvermögens für Ihr Kind ist. Diese läuft leider nicht immer normal ab, sondern kann teilweise gestört sein. Durch genaues Beobachten Ihrer Kinder können Sie dazu beitragen, dass Sehstörungen frühzeitig erkannt und behandelt werden, weil dann die Behandlung die besten Erfolge bringt. Sprechen Sie bei den unten aufgeführten Besonderheiten mit Ihrem Kinder/Augenarzt.


Kinder sollen zu einer augenärztlich-orthoptischen Untersuchung ... sofort

bei sichtbaren Auffälligkeiten der Augen, wie z.B. Augenzittern, Hornhauttrübungen, grau-weißlichen Pupillen, großen lichtscheuen Augen oder bei Lidveränderungen, hier besonders Hängelidern, welche die Pupille verdecken, oder, falls Sie sich einer Sache nicht sicher sind.



... mit 6 bis 12 Monaten

bei erhöhtem Risiko für Schielen, für Fehlsichtigkeit (optische Brechungsfehler) und/oder für erbliche Augenerkrankungen. Das liegt z.B. vor bei Frühgeburten, Kindern mit Entwicklungsrückstand, Geschwistern oder Kindern von Schielern oder stark Fehlsichtigen (besonders Übersichtigen), sowie bei Kindern aus Familien mit bekannten erblichen Augenerkrankungen.


... mit 2 Jahren

alle übrigen, auch unverdächtigen Kinder zur frühzeitigen Entdeckung eines kleinwinkligen Schielens oder von optischen Brechungsfehlern.

Merke: Besonders einseitige Fehler werden oft zu spät erkannt.

Nach der Entwicklung eines normalen beidäugigen Sehens kann in den Folgejahren noch ein gut behandelbares plötzliches Innenschielen (normosensorisches Spätschielen) auftreten.
Eine Überweisung in eine Augenarztpraxis, in der auch schon kleine Kinder augenärztlich-orthoptisch untersucht werden, kann Klarheit über die Erkennung und Behandlung von Augen- und Sehfehlern bringen.