HRT

HRT

Seit Anfang 2009 steht uns ein Heidelberg Retina Tomograph (HRT) der letzten Generation zur Verfügung. Das Gerät dient der objektiven Vermessung des Sehnerven. Es stellt den aktuellen Standard der Früherkennung und Verlaufsbeurteilung des Glaukoms dar.

Das Oberflächenprofil des Sehnervenkopfes (Papille) wird mit einem schwachen Laserstrahl schmerzfrei abgetastet. Daraus wird ein dreidimensionales Bild errechnet. Die präzise Vermessung der zentralen Sehnervenaushöhlung, auch Ausbuchtung oder Excavation genannt, und die Breite des verbliebenen Randsaumes des Sehnerven, wird so möglich.

Die im System hinterlegten Normalwerte augengesunder Personen lassen sofort eine Einordnung zu. Bereits geringe Veränderungen lassen sich so frühzeitig feststellen.

Bei Wiederholungsmessungen legt der Computer die Bilder der Erst- und Folgemessungen übereinander und errechnet daraus die Differenz. So werden auch geringste Veränderungen feststellbar. Sinnvollerweise wird die Messung im Abstand von etwa zwölf Monaten wiederholt. Ein computergesteuerter Vergleich der Befunde dokumentiert kleinste Veränderungen. Anderswo erhobene Daten auch älterer Geräte lassen sich in unser System einlesen und zur Verlaufsbeobachtung einbinden.

Die Messergebnisse erlauben eine präzisere Beurteilung ob eine laufende Therapie ausreichend ist als die alleinige Messung des Augeninnendrucks. Bei einer Verdachtsdiagnose lässt sich beurteilen ob eine Verlaufsbeobachtung ausreichend ist, oder bereits therapiert werden muss.

Obwohl eine moderne zeitgemäße Glaukomdiagnostik nur so möglich ist, wird die Untersuchung bislang nur von der privaten Krankenversicherung bezahlt.